Ist der Weihnachtsstress endlich vorbei, sind die freien Tage nach dem Fest bestens geeignet, sich intensiv mit seinem Pferd zu beschäftigen. Dabei darf natürlich der Spaß nicht zu kurz kommen.

Es muss ja nicht immer das konzentrierte Training für das nächste Turnier sein. In der Zeit der Weihnachtsferien oder der freien Tage „zwischen den Jahren“ tut es der Pferdeseele einfach richtig gut, sich außerhalb der regulären Trainingszeiten ausgiebig verwöhnen zu lassen.

 

Ab nach draußen

Wie wäre es beispielsweise mit einem gemütlichen Spaziergang mit dem Pferd an der Hand statt dem Reiter im Sattel? Das tut Mensch und Tier gleichermaßen gut, weil es beim Zweibeiner unnötige Festtagskalorien abbaut und beim Vierbeiner Boxenlangeweile vorbeugt. Wer dabei ein wachsames, möglicherweise etwas nervöses Pferd sein Eigen nennt, sollte dafür zur Sicherheit statt des Stallhalfters das Zaumzeug aufziehen. Sind jetzt auch vermehrt andere Weihnachtsspaziergänger draußen unterwegs, hat ein geführtes Pferd zudem den Vorteil, pferdeunerfahrene Mitmenschen nicht so sehr zu ängstigen. Und mit dem Zossen an der Hand kommen Sie auch viel leichter ins Gespräch, wenn es bei der Begegnung von Spaziergängern mit Ihrem Pferd doch mal etwas knifflig werden sollte.

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Zeit zum Spielen

So wie Kinder (und manchmal auch Erwachsene) jetzt mit ihren Weihnachtsgeschenken spielen, mögen auch Pferde sehr gerne Gegenstände, mit denen sie etwas anstellen können. Wo es sich anbietet, kann etwa ein großer Gymnastikball auf der Weide für Abwechslung im Pferdealltag sorgen. Gewöhnen Sie Ihren Vierbeiner aber erst an das „fremde Ding“, bevor Sie den Anpfiff zum „Pferdematch“ geben. Sie werden staunen, wie viel Spaß auf der Weide aufkommen kann, wenn die Tiere beginnen, sich mit der großen Kugel zu beschäftigen, sie mit der Nase anzustupsen oder tatsächlich mit den Hufen dagegen zu treten. So ein „Balltraining“ ist nicht einfach nur eine harmlose Spielerei, sondern fördert und fordert die Intelligenz und Körperwahrnehmung des Pferdes. Was sich wiederum im sportlichen Training unter dem Sattel als sehr nützlich erweisen kann.

Auch Stangenarbeit oder Bodenarbeit kann mit etwas Phantasie für Ihr Pferd zu einer ganz spannenden Sache werden. Eine sehr schöne Übung, die Balance und Körperwahrnehmung zu trainieren, ist beispielsweise das Durcheinanderlegen von Stangen, um damit einen „Windbruch“ im Wald zu simulieren. Führen Sie Ihr Pferd Schritt für Schritt durch ein solches Stangengewirr, ohne dass es dabei eine Stange berührt. Es ist bei dieser Aufgabe immer wieder spannend zu beobachten, wie aufmerksam selbst eher ruhige Pferde dabei werden können. Aber bitte diese Übung nicht zu oft hintereinander wiederholen! Denn das Durchschreiten der durcheinander liegenden Stangen kostet Ihren vierbeinigen Freizeitpartner viel Aufmerksamkeit und ordentlich „Gehirnschmalz“. Nach drei oder vier Durchläufen sollte deshalb erst einmal Schluss sein.

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It’s Showtime!

Wer in der Zeit zwischen Weihnachten und Neujahr nicht im Festtagsstress steckt, kann die Ruhe der Wintertage auch nutzen, seinem Pferd das eine oder andere einfache zirzensische Kunststück beizubringen. Dazu braucht es allerdings meist etwas Zeit und viel Geduld. Und natürlich darf auch ein Belohnungsleckerli nicht fehlen, wenn Ihr Pferd etwas richtig gemacht hat. Denn Liebe und Anerkennung geht auch bei Pferden durch den Magen. Für den Lernerfolg ist ganz wichtig, dass Sie die Belohnung sofort nach dem richtigen Ausführen der Lektion geben. Dauert das länger als drei Sekunden, verbindet das Pferd die Belohnung nicht mehr mit seiner Übung. Übrigens gehörte nicht ohne Grund ein kleiner Leckerli-Beutel einst zur Uniform der Ausbilder an der Wiener Hofreitschule. Solch ein – vielleicht sogar selbstgemachtes- Beutelchen ist übrigens auch ein tolles Weihnachtsgeschenk für liebe, pferdebegeisterte Mitmenschen…nur für den Fall, dass Ihnen jetzt noch auf die Schnelle ein Geschenk in letzter Minute fehlen sollte.

 

Wir wünschen Ihnen besinnliche Feiertage und einen guten Rutsch ins neue Jahr.